Beispielbild: Ein Pop-Up-Radweg in São Paulo

Temporäre Radwege für eine ansteckungsfreie Mobilität

Der Radverkehr steigt, gleichzeitig nimmt der Autoverkehr ab. Durch schnelle und einfache Maßnahmen kann eine pandemietaugliche Infrastruktur geschaffen werden: Sichere Wege für Radfahrende und Fußgänger*innen. Andere Berliner Bezirke machen es vor: In konstruktiver Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz richten sie temporäre Radverkehrsanlagen ein, um das Radfahren während der Corona-Pandemie sicherer zu machen und den Menschen zudem eine umweltschonende und gesunde Alternative für notwendige Wege zu bieten. Temporäre Fahrradstraßen oder sogenannte Pop-up-Radwege, bei denen eine Autofahrspur mithilfe von Markierungen und Baustellenbarken in geschützte Radwege umgewidmet wird, bieten den Radfahrenden genügend Platz, um die Sicherheitsabstände gemäß der Covid19-Eindämmungsverordnung einzuhalten.

Viele Menschen suchen dieser Tage Alternativen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln für Wege zur Arbeit, zum Einkaufen oder für Bewegung an der frischen Luft. Der Radverkehr steigt; immer mehr Bürger*innen nutzen das Fahrrad als gesunde Alternative. Gerade jetzt zeigt sich: Die Radspuren, Radstreifen und Radwege sind, wenn sie nicht gänzlich fehlen, oft viel zu schmal, um den Mindestabstand von 1,50m zu anderen Radfahrenden und Autos einzuhalten.

Wir fordern daher das Bezirksamt Lichtenberg dazu auf, in konstruktiver Kooperation mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, endlich temporäre Radspuren auf den Straßen zu realisieren. Besonders dringend und sinnvoll erscheint die Errichtung von temporären Radwegen auf diesen, auch vom Netzwerk fahrradfreundliches Lichtenberg vorgeschlagenen, Straßen:

  • Hansastr./Falkenberger Chaussee
  • Weißenseer Weg
  • Landsberger Allee
  • Frankfurter Allee/Alt-Friedrichsfelde
  • Treskowallee
  • Hauptstraße

Außerdem fordern wir vom Bezirksamt, sich für die Anordnung von Tempo 30 auf allen Lichtenberger Straßen einzusetzen, auf denen aktuell eine höhere Geschwindigkeitsbegrenzung gilt. So wird die Verkehrssicherheit gesteigert und das Gesundheitssystem durch weniger Verkehrsunfälle entlastet.

Die Bürger*innen brauchen ansteckungsfreie, sichere Wege, um gemeinsam zur Eindämmung der Corona-Pandemie beizutragen.

Wir unterstützen die Petition „Verkehrswende ist Gesundheitsfürsorge“ des Vereins Changing Cities.

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Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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