15.08.2019: Bezirksamt favorisiert in der Siegfriedstraße herkömmlichen Radstreifen – ohne Poller

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Die Lichtenberger Bündnisgrünen haben die Bezirksamtsvorlage schon im Vorfeld der BVV-Tagung kritisiert. „Das ist im Wesentlichen eine Aufstellung über Parkplätze“, sagt der Kreisvorsitzende Philipp Ahrens. „Das Mobilitätsgesetz sieht aber klar einen Vorrang für den fließenden Verkehr vor. Wie kann der Bericht dann Grundlage für eine Entscheidung sein?“

Das Problem sind nicht Poller, sondern Parker

Nach Auffassung der Grünen hätte das Bezirksamt viel eher untersuchen müssen, wie sich der Bau einer geschützten Radspur auf die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer auswirkt. Dazu sei im Bericht aber wenig bis nichts zu finden, so Ahrens. „Zu erwarten wäre in dem Fall doch, dass der Verkehrsfluss deutlich verbessert wird, da Radfahrende sich die Fahrbahn nicht mehr mit Autos, Straßenbahn und Bussen teilen müssten. So würden alle schneller und sicherer vorankommen.“

Auch den Verweis auf Behinderungen durch haltende Rettungsfahrzeuge lässt der Kreisvorsitzende nicht gelten. „Es gibt flexible Schutzpoller, die im Notfall von Feuerwehr und Krankenwagen überfahren werden können. Manche lassen sich sogar mit der Hand umdrücken. Außerdem parken dort, wo der geschützte Radweg sein soll, jetzt ständig Autos. Das macht es für Einsatzkräfte doch erst recht unmöglich, am Rand zu halten.“

Über die Vorlage zur Kenntnisnahme wird nun in diversen Gremien diskutiert. Für die Bündnisgrünen ist das Thema nicht vom Tisch. „Der Bericht lässt viele Fragen offen, die das Bezirksamt beantworten muss“, sagt Ahrens.“

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Berliner Woche, 15.08.2019, Autor*in: Berit Müller

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Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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