8.1.2019 Mehrheit der Berliner für Enteignung von Großvermietern

Eine Umfrage für den Tagesspiegel zeigt große Sympathien für eine Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen – vor allem bei Wählern von SPD, Linken und Grüne

Ein Volksbegehren zur Enteignung der Deutschen Wohnen und anderer Immobilienkonzerne in Berlin, das im Frühjahr mit einer Unterschriftensammlung starten soll, wird von den Berlinern mehrheitlich unterstützt. 54,8 Prozent der Bevölkerung finden es richtig, „dass es Bestrebungen gibt, Großvermieter gegen Entschädigung zu enteignen“. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts Civey im Auftrag des Tagesspiegels. Die wurden vom 21. Dezember bis 7. Januar erhoben. Besonders große Sympathien für die Initiative gibt es bei den Wählern der Berliner Koalitionsparteien Linke, SPD und Grüne. …

Nach Meinung der Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek stößt das Volksbegehren eine wichtige Debatte an, die deutlich mache, dass das Mietrecht zu wenig Schutz vor Spekulation biete. „Vor allem müssen wir aber endlich wieder Einfluss und Gestaltungsmacht über den Berliner Wohnungsmarkt zurückgewinnen“, sagte Kapek dem Tagesspiegel. Dafür müsse der Senat nicht auf ein Volksbegehren warten. Vor zehn Jahren wäre eine solche Enteignungsdebatte noch nicht möglich gewesen, sagte die Chefin der Linksfraktion, Carola Bluhm. „Doch steigende Wohnkosten und Verdrängung sind inzwischen die größte Sorge der Berliner.“

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Der Tagesspiegel, 8.1.2018, Autor: Ulrich Zawatka-Gerlach

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