7.1.2019 Kapek fordert Böller-Verbot für den Innenstadtring – was das für Lichtenberg bedeuten würde

Böller haben mit Freiheit nichts zu tun, sie machen einfach nur Bumm. Findet so in etwa auch Antje Kapek, Vorsitzende der Grünen im Abgeordnetenhaus. Sie ist klar gegen das Böllern. Und sie will die Ballerei innerhalb des S-Bahnrings verbieten. Gute Idee eigentlich, aber was wird dann aus Lichtenberg? Friedrichshain hatte in diesem Jahr an Silvester die schlechteste Luft – und die Fhainer sollen also nächstes Jahr alle nach Lichtenberg kommen (müssen)? Mal ehrlich, ich glaube nicht, dass die bis nach Hohenschönhausen fahren und sich flächenmäßig verteilen. Die steigen direkt an der U-Bahnstation Lichtenberg aus und legen los. Und dort ist bekanntlich der Kältebahnhof für Obdachlose … keine schöne Vorstellung und nur ein mögliches Horrorszenario.

Kapek scheint auch vollkommen vergessen zu haben, dass Lichtenberg einst ihr Wahlkreis war. 2016 war sie Direktkandidatin u. a. für den Bereich rund um das Rathaus Lichtenberg. Diesen stelle man sich nach einem Böllerverbot für Friedrichshain mal vor. …

„Also entweder ist man gegen das Böllern oder nicht.“ Kapek betonte daraufhin, den Ansatz einer Ausweitung für das Böllerverbot zu begrüßen, sie werde dies mitnehmen in die Debatte. Die Diskussion ging dann auf Twitter weiter.

Kapek wäre ohnehin ein radikaler Verkaufsstopp lieber. Dies sei allerdings Bundesangelegenheit. Ihre Parteikollegin Hannah Neumann, Kandidatin für die Europawahl, fände ein Verbot für Lichtenberg gut. „Innerhalb des Rings kann nur ein Anfang sein. Wenn man sieht, wie andere Parteien sich positionieren, ist selbst das schon schwer.“

Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Lichtenberg-Newsletter des Tagesspiegel, 7.1.2019, Autor: Robert Klages

Avatar

Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

Verwandte Artikel