28.9.2018 Vier Jahre nach dem Volksentscheid. Die Opposition will die Berliner nochmal zum Tempelhofer Feld befragen

Sind die Berliner immer noch dagegen, das Tempelhofer Feld zu bebauen? FDP und CDU schlagen vor, die Wähler noch einmal zur Urne zu bitten.

Eigentlich war es ein eindeutiges Ergebnis, für das die Berliner im Mai 2014 gesorgt hatten: 64,3 Prozent stimmten in einem Volksentscheid für die Nichtbebauung des Tempelhofer Feldes. In allen zwölf Bezirken hatte der Antrag der Bürgerinitiative „100 Prozent Tempelhofer Feld“ eine klare Mehrheit gefunden. Doch nun, gut vier Jahre später, sprechen sich immer mehr Politiker dafür aus, das Ergebnis überprüfen zu lassen. …

2014 hatten sich Grüne und Linke der Initiative gegen die Baupläne angeschlossen. Die Grünen votierten für die Freihaltung, um den „einmaligen Charakter des Feldes“ zu bewahren und das Stadtklima zu schützen, aber auch, um der damaligen rot-schwarzen Koalition einen Denkzettel zu verpassen. Die Linken lehnten die Pläne ab, weil Bauflächen an private Bauträger verkauft werden sollten. Dem Bau städtischer Sozialwohnungen hätte man sich kaum verschlossen. Von einem „Moratorium“ war die Rede. Man müsse sich Zeit nehmen für die Entwicklung des Feldes.

Inzwischen scheinen Grüne und Linke das Feld aber nicht mehr preisgeben zu wollen. „Das Tempelhofer Feld ist der größte Schatz Berlins. Wer den plündern will, hat mich als Gegnerin“, sagt die Fraktionschefin der Grünen, Antje Kapek.

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Der Tagesspiegel. 28.9.2018, Autoren: Felix Hackenbruch und Thomas Loy

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