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28.12.2018 Den Knall gehört

Das geplante Böllerverbot in bestimmten Kiezen Berlins soll laut den Grünen dann zu Silvester 2019 kommen. Feuerwehr bereitet sich auf Großeinsatz vor.

Sie heißen „Gigant“ und „Heavy Metal“, gerne auch „Gladiator“ oder „Master of Rockets“, und ihr Name ist Programm: Seit Freitagmorgen darf wieder Feuerwerk der Kategorie F2 verkauft werden, insgesamt drei Werktage lang vor Silvester. Es gibt kaum ein Geschäft, das auf dieses Zusatzangebot verzichtet: Discounter und Lebensmittelhändler schalten für Böller und sogenannte Batterien Extrawerbung; selbst Drogerien füllen die Regale mit Krachern nicht nur für Kinder.

Gleichzeitig ist die Debatte über ein Verbot der Knallerei auch in Berlin laut wie nie. Eine Onlineumfrage des Instituts Civey für die Funke-Mediengruppe ergab, dass knapp 60 Prozent der deutschlandweit Befragten für ein generelles Böllerverbot in dicht besiedelten Umgebungen sind, also etwa im Gebiet innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings. So groß sei die Akzeptanz eines Verbots noch nie gewesen, sagt die grüne Fraktionschefin Antje Kapek. Noch vor einigen Jahren habe ihre Partei für die gleiche Forderung in Berlin einen Shitstorm bekommen. …

Kapek geht davon aus, dass ein Verbot in bestimmten Ecken an Silvester 2019 umgesetzt sein wird. „Wir wollen den Rückenwind der aktuellen Debatte für eine solche Regelung nutzen“, sagte sie am Freitag der taz. Schließlich herrschten weiterhin in vielen Gegenden Berlins in der Silvesternacht „bürgerkriegsähnliche Zustände“; Menschen, darunter viele Kinder und Jugendliche, beschössen sich gegenseitig.

Den ganzen Artikel finden Sie hier.

taz. die tageszeitung, 28.12.2018, Autor: Bert Schulz

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