27.12.2018 Senat unterstützt den Tierschutzverein mit 300.000 Euro

Der Tierschutzverein finanzierte sich durch Spenden, Nachlässe und Mitgliedsbeiträge. Erstmals gibt es Zuwendungen vom Senat

Zum Jahresende hat das Tierheim Berlin Grund zur Freude: Bislang hat sich der Tierschutzverein für Berlin ausschließlich durch Spenden, Nachlässe und Mitgliedsbeiträge finanziert. Jetzt hat das von dem Verein betriebene Tierheim in Falkenberg erstmals Zuwendungen vom Senat erhalten. In dem Betrag von insgesamt 314.000 Euro sind 259.000 Euro für die Ausstattung der Katzenquarantänestation enthalten. Weitere 30.000 Euro sind für die Erweiterung der Reptilienquarantänestation, den Regenschutz für das Katzenhaus und die Anschaffung von Spezial- und Sonderfutter vorgesehen. 25.000 Euro bekommt das Tierheim für die Anschaffung eines kleinen Nutzfahrzeugs. …

Eine große Herausforderung wird auch im neuen Jahr vor allem die Vermittlung der sogenannten Sorgenfellchen sein – Hunde, die teilweise schon sieben Jahre auf ein neues Zuhause warten. Auch soll Tierinteressenten weiter aufgezeigt werden, welche Vorteile der Weg ins Tierheim gegenüber dem Internettierhandel hat. Dafür müsste das Tierheim jedoch für Nicht-Autofahrer besser erreichbar sein. „Dann könnten wir viel mehr Tiere vermitteln“, ist sich Annette Rost sicher.

Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wurden dem Tierschutz-Verein bereits beim Umzug von Lankwitz nach Falkenberg versprochen, doch auch 17 Jahre später ist von der Bushaltestelle „Tierheim“ immer noch ein rund zwölfminütiger Fußmarsch zurückzulegen. Profitieren würden davon auch die 170 fest angestellten Mitarbeiter und die rund 800 Ehrenamtler. Einige von ihnen helfen nur ein- oder zweimal im Jahr bei Veranstaltungen, andere wiederum kommen täglich als Katzenkrauler und Gassigeher. Durch den Ausschuss für bürgerschaftliches Engagement ist der Stein erneut ins Rollen gekommen. Stefan Taschner, tierschutzpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen aus Lichtenberg, sowie die Fraktionen von SPD und Linke stellten einen Antrag, dass der Senat klären soll, welche baulichen und finanziellen Maßnahmen getroffen werden müssen, um eine direkte Anbindung zu realisieren.

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Der Tagesspiegel, 27.12.2018, Autorin: Rita Schulze

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Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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