24.10.2019: Rot-Rot-Grün will Hindenburg Ehrenbürgertitel aberkennen

Die Berliner Regierungskoalition fordert vom Senat, den umstrittenen früheren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847-1934) von der Liste der Ehrenbürger der Stadt zu streichen. SPD,  Grüne und Linke haben einen entsprechenden Antrag im Abgeordnetenhaus eingereicht. Dieser soll nächste Woche im Plenum erstmals beraten werden, wie der Linken-Fraktionssprecher Thomas Barthel am Donnerstag erklärte.

Neben den Linken, vertreten durch Carola Bluhm, Udo Wolf und Regina Kittler, haben auch Raed Saleh und Susanne Kitschun von der SPD und Antje Kapek, Silke Gebel, June Tomiak und Daniel Wesener von den Grünen den Antrag stellvertretend für ihre Partei unterzeichnet.

In der Vergangenheit waren Anläufe, den Militär und Politiker von der Ehrenbürgerliste der Hauptstadt zu entfernen, gescheitert. In der Begründung für den aktuellen Antrag heißt es von Seiten des rot-rot-grünen Senats: „Am 30. Januar 1933 hatte Hindenburg Hitler zum Reichskanzler ernannt. Neuere geschichtswissenschaftliche Forschungen belegen, dass Hindenburg dabei im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war.“ Zudem haben zahlreiche andere Städte und Kommunen in Deutschland wie beispielsweise Köln, Kiel oder München Hindenburg ebenfalls die Eherenbürgerschaft aberkannt.

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Abendschau vom rbb, 24.10.2019

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