18.10.2018 Demo in der Rummelsburger Bucht. Aktivsten fordern: Grundschule statt Vergnügungpark

Mehrere Hundert Menschen haben am Donnerstag gegen die geplante Bebauung der Rummelsburger Bucht nahe dem Berliner Ostkreuz protestiert. Sie zogen am Nachmittag von der Kynast- zur Fischerstraße, wo die Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg tagt. Sie sollte ursprünglich am Donnerstag über den Bebauungsplan entscheiden, das wurde nach rbb-Informationen aber inzwischen verschoben.

Der Grund für die Proteste: Ein Investor will an der Rummelsburger Bucht für 40 Millionen Euro einen 16.000 Quadratmeter großen Wasserpark namens „Coral World“ errichten, in dem eine Korallenlandschaft und eine Regenwaldlandschaft Besucher anlocken sollen. Solche Freizeitparks hat der israelischstämmige Meeresbiologe Benjamin Kahn bereits in Israel, Australien, Mallorca und Hawaii errichtet.

Außerdem will Kahn ein Hotel und teure Wohnungen errichten. Vielen Anwohnern sind diese Pläne ein Dorn im Auge, weil aufgrund des massiven Zuzugs von Familien dringend eine neue Grundschule und eine neue Kita benötigt würden. Die Aktivisten verlangen deshalb, den Verkauf des Geländes rückgängig zu machen. Das Bezirksamt für Stadtentwicklung lehnt das ab.

Der grüne Bezirkspolitiker Robert Pohle sieht einen dritten Weg: Er fordert vom Senat, mit dem Investor nachzuverhandeln, damit die neue Schule neben dem „Coral World“ einen Platz findet.

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rbb24, 18.10.18

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