16.1.2019 Finanzsenator hofft auf Vorkaufsrecht für Karl-Marx-Allee

Das Gericht muss noch über den Antrag der kommunalen WBM befinden. „Dann steht alles auf Anfang“, so Finanzsenator Matthias Kollatz.

Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) hat die Hoffnung, doch noch ohne den kostspieligen Erwerb einzelner Wohnungen an den Wohnblock an der Karl-Marx-Allee zu kommen. Die Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain, eine Tochter der landeseigenen WBM, hat eine einstweilige Verfügung gegen den Verkäufer Predac und den ursprünglichen Erwerber Deutsche Wohnen erwirkt. Sie dürfen den Kaufvertrag somit nicht weiter vollziehen. Sollte das Gericht auch im Hauptverfahren dieser Einschätzung folgen, würde das vor dem Jahreswechsel in aller Eile umgesetzte Modell eines „gestreckten Verkaufs“ hinfällig. „Dann steht alles auf Anfang“, sagte der Finanzsenator. …

Vergangene Woche hatte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) angekündigt, ein konkretes Kaufangebot für die Bestände der ehemals landeseigenen Wohnungsgesellschaft GSW abgeben zu wollen. Die GSW mit noch 51.000 Wohnungen gehört inzwischen der privaten Aktiengesellschaft Deutsche Wohnen. Dass es zu einem solchen Deal kommt, sieht Kollatz skeptisch. Denn es gebe keinen Verkäufer. Und auch die benötigten Milliarden Euro findet Kollatz nicht in seinem Haushalt. „Die Plausibilität spricht nicht dafür, dass die Finanzmittel des Landes ausreichen würden“, sagte der Senator.

Andere Vertreter der rot-rot-grünen Koalition hatten Müllers Aussage begrüßt. Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek hatte gefordert, gleich die gesamten 110.000 Wohnungen der Deutsche Wohnen in Berlin zu kaufen.

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Berliner Morgenpost, 16.1.2019, Autor: Joachim Fahrun

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