13.1.2019 Kontroverse um Deutsche Wohnen

Bürgermeister Müller spricht sich für Rückkauf von GSW-Beständen aus / Unterstützung von LINKE und Grünen

Der Vorstoß des Senats zur Rekommunalisierung von Wohnungsbeständen des Konzerns Deutsche Wohnen hat heftige Reaktionen ausgelöst. »Berlin ist mit 58 Milliarden Euro immer noch hoch verschuldet. Milliarden für den Rückkauf von Wohnungen auszugeben, würde die Verschuldung schlagartig erhöhen und den Spielraum für Investitionen in dringend benötigte Infrastruktur, Kitas und Schulen stark einschränken«, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). Unterstützung für die Ablehnung des Vorstoßes gab es auch von der FDP und der CDU im Abgeordnetenhaus. »Statt 60 000 Wohnungen zu kaufen, könnten mit dem Geld rund 120 000 Wohnungen neu gebaut werden, das würde den Mietmarkt erheblich entlasten«, behauptete die Haushaltsexpertin der Liberalen, Sibylle Meister.

Der Regierende Bürgermeister erhält für seine Idee, den Rückkauf der alten GSW-Bestände anzugehen, aber auch sehr viel Zustimmung. »Wir schlagen daher vor, nicht nur einzelne Teile, sondern alle Wohnungsbestände der Deutsche Wohnen in Berlin zu kaufen«, sagte die Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek. Denn nicht nur die ehemaligen GSW-Mieterinnen und -Mieter würden unter diesem »Spekulanten-Unternehmen« leiden.

Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Neues Deutschland, 13.1.2019, Autor: Martin Kröger

Avatar

Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

Verwandte Artikel