Wer will, dass Menschen Bus und Bahn nutzen, muss auch dafür sorgen, dass sie fahren – Die Situation am Bahnhof Karlshorst muss sich dringend verbessern

Anlässlich der weiterhin angespannten Situation am S-Bhf Karlshorst erklären Hannah Neumann und Philipp Ahrens, Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Lichtenberg:

Auf Grund der Schließung des Regionalbahnhofs Karlshorst durch die Deutsche Bahn AG hat sich die Situation für viele Pendlerinnen und Pendler verschlechtert. S-Bahnen sind deutlich voller als zuvor, wer den Regionalverkehr nutzen möchte, muss am Ostkreuz umsteigen. Diese Situation ist nicht zufriedenstellend. Wer, wie wir Grünen, möchte, dass Menschen anstelle des Autos Bus und Bahn nutzen, der muss auch die Infrastruktur dafür bereit stellen.

Deswegen sind wir froh, dass unsere Senatorin Regine Günther mit allen Kräften dafür kämpft, dass sich die Situation für die Menschen in Karlshorst verbessert. Die Züge der S3 wurden in den Hauptverkehrszeiten bereits auf die Maximallänge verlängert, der 10-Minuten-Takt wird gehalten und die Umsteigezeiten am Regionalbahnhof Ostkreuz sind vergleichsweise kurz.

Aus unserer Sicht reichen diese Verbesserungen aber nicht aus. Auch wenn die absolute Kapazitätsgrenze der Züge nicht erreicht ist, sind sie enorm voll. Wenn eine S-Bahn ausfällt, sind wir auch in der Hauptverkehrszeit bei einer 20-Minuten-Taktung. Dass die angekündigten und dringend notwendigen Verstärkerfahrten im 20-Minuten-Takt auf der Strecke Friedrichshagen–Ostbahnhof erst ab Mitte der 2020er Jahre möglich sein werden, ist daher ein Unding. Hier müssen die Menschen in Karlshorst (und in vielen anderen Außenbezirken) ein Versäumnis des alten rot-roten bzw. rot-schwarzen Senats ausbaden, der es über Jahre versäumt hat, neue Züge zu bestellen. Frau Günther prüft zur Zeit eine Vielzahl auch unkonventioneller Wege, um diese Fehlplanung auszugleichen. Wenn es ihr gelingt, kann und wird die S-Bahn die vorgesehenen Verstärkerfahrten früher anbieten.

Weitere Informationen finden sich in der Antwort der Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und Klimaschutz an den Abgeordneten Stefan Taschner vom 21.12.2017 (http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/18/SchrAnfr/s18-12864.pdf).

Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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