Wahlkampf ohne Plastikmüll? Der Versuch eines plastikmüllfreien Europawahlkampfes

Wir Europäer*innen erzeugen jedes Jahr 25 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle. Wenn wir unseren Umgang mit Kunststoff nicht ändern, wird in unseren Ozeanen im Jahr 2050 drei Mal mehr Plastikmüll schwimmen als Fische.

Langsam sickert das Problem Plastikmüll mit all seinen ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Folgen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. Viele Menschen wünschen sich mittlerweile weniger Müll, allem voran Plastikmüll, zu produzieren und nachhaltige Produkte zu nutzen. Außerdem sollen die Produkte möglichst regional sein, um Transportkosten und den Schadstoffausstoß zu senken sowie lokale Unternehmen zu unterstützen.

Auch in den europäischen Institutionen ist das Thema angekommen. Neben einer europäischen Plastikstrategie ist auch ein Gesetz zum Verbot bestimmter Einwegartikel aus Plastik auf dem Weg. Dazu zählen unter anderem Strohhalme, Geschirr und Wattestäbchen. Die Auswahl der zu verbietenden Artikel begründen die Europäische Kommission und das Europäische Parlament mit dem Vorhandensein „besserer Alternativen“.

Vor diesem Hintergrund setzen wir uns im Europawahlkampf 2019 das Ziel, überall da, wo es möglich ist, Plastikmüll zu vermeiden. Bei der Beschaffung und dem Einsatz von Materialien versuchen wir Plastik durch bessere Alternativen zu ersetzen.

Plastik und wir

Hier ein kleiner Hinweis darauf, was dieses Jahr das besondere an unserem Europawahlkampf sein wird. Wer es vorher errät kann sich in unserer Geschäftsstelle ein kühles Bier abholen.

Gepostet von Bündnis 90/Die Grünen Lichtenberg am Donnerstag, 4. April 2019

Das Motto „Plastikmüllfreier Europawahlkampf?“ begleiten wir in sozialen Medien und über unsere bisher genutzten Kanäle. Hierbei geht es um transparente Kommunikation zu unseren Erfahrungen, Erfolgen und Misserfolgen. Die gewählte Wahlkampf-Steuerungsgruppe sowie die AG Wahlkampf sind für die Umsetzung verantwortlich, inhaltlich unterstützt durch die AG Umwelt. Die mediale Begleitung wird durch die Kreisgeschäftsführung unterstützt.

Die AG Umwelt und die AG Wahlkampf werden die Mitgliederversammlung nach dem Wahlkampf darüber informieren, an welchen Stellen und in welchem Umfang auf Plastik verzichtet wurde. Der Vorstand wird aufgefordert, diese Auswertung zu nutzen, um zum nächsten Wahlkampf einen Plan vorzulegen, mit welchen längerfristigen Maßnahmen ein weiterer Plastikverzicht erzielt werden kann.

Mit unseren so gewonnen Erfahrungen können wir die Art und Weise, wie wir zukünftig ökologische Wahlkämpfe führen, verändern. Dies sollte unser Anspruch als die ökologische Partei in Deutschland sein.

Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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