Senat legt sich auf TVO-Trasse fest

Der Senat hat nach Auswertung der Kriterien des „Formalisierten Abwägungs- und Rangordnungsverfahren“ (FAR) eine Vorzugsvariante für die Trasse der Tangentialverbindung Ost (TVO) festgelegt. Die gewählte Kombinationsvariante verläuft im südlichen Teil auf der Ostseite des Berliner Außenrings, kreuzt diesen im Mittelteil und verläuft anschließend im nördlichen Bereich auf der Westseite des Außenrings. Dies stellte Staatssekretär Kirchner auf der gestrigen Bürgerversammlung in Biesdorf vor.

Es ist ein Erfolg, dass die von Ost nach West verschwenkte Trasse keine Anbindung an die Wohngebiete in Biesdorf und Karlshorst mehr hat. So werden die Köpenicker Straße und die Treskowallee maximal entlastet. Außerdem ein grüner Erfolg: Ein Eingriff in den Biesenhorster Sand wird so weitestgehend vermieden.

Die Senatsverwaltung sieht viele Vorteile bei einer Querung im Bereich der Lauchhammer Straße, das heißt eher im nördlichen Teil. Im Verlauf der vertiefenden Planungen und der weiteren Beteiligungsverfahren wird die genaue Verortung der Querung präzisiert und optimiert. Dies ist ein Kompromiss zwischen dem Schutz der Anwohner*innen, dem Umweltschutz, der Machbarkeit und der Kosteneffizienz.

Philipp Ahrens, Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Lichtenberg erklärt: „Es ist kein Geheimnis, dass wir Grüne statt der TVO lieber ein Projekt der Verkehrswende umgesetzt hätten. Aber wir haben uns im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, den Bau der Straße zu verwirklichen. Nun bin ich froh, dass die Senatsverwaltung eine Trasse favorisiert, die den Biesenhorster Sand verschont. Um das Gebiet langfristig zu schützen, sollte es jetzt als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden.“

 

Alle aktuellen Informationen finden Sie auf den Seiten der Senatsverwaltung.

Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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