Regenwasser sinnvoll nutzen – Grüne wollen Chance ergreifen

Berlin-Lichtenberg – Dezentrale Regenwasserbewirtschaftung an unseren Schulen. Klingt gut, nicht wahr? Das fanden die Verordneten von Bündnis 90/Die Grünen in der Lichtenberger BVV auch. Sie beantragten mit der DS/1124/VIII, an allen Schulen des Bezirks eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung einzuführen, bei denen in den kommenden Jahren Sanierungs- und Baumaßnahmen anstehen, und diese bei Neubauten gleich mit zu berücksichtigen. Das entspricht der Koalitionsvereinbarung von Rot-Rot-Grün.

Die Drucksache DS/1124/VIII wurde am 6. März 2019 im Ausschuss Umwelt und Klimaschutz beraten. Ebenfalls auf der Tagesordnung stand die Investitionsplanung für die nächsten Jahre. Ein Schwerpunkt sind mehr als 30 Schulen des Bezirkes, die mit einem Gesamtvolumen von 245 Mio. € saniert oder reaktiviert werden sollen.

Henriette van der Wall, Beisitzerin im Kreisvorstand und Bürgerdeputierte, dazu: „Der Zeitpunkt des Antrags ist schon deshalb günstig, weil die Voraussetzungen für eine dezentrale Regenwasserversickerung gleich in die begonnenen Planungen einbezogen werden können.“ Sie sagte weiter: „Damit würden wir zeigen, dass wir den Protest der Kinder und Jugendlichen, die für eine andere Klimapolitik auf die Straße gehen, verstanden haben und versuchen, unserer Verantwortung für ihre Zukunft gerecht zu werden.“

Beate Kitzmann, Leiterin des Naturhofes Malchow, erinnerte daran, dass wir schon vor 25 Jahren über dezentrale Regenwasserentsorgung geredet haben und es endlich Zeit wird, die Chancen dafür zu erkennen und zu nutzen. Beate Kitzmann weiter: „Man muss sich doch mal fragen, warum man das kostbare Trinkwasser für die Toilettenspülung verwendet, wo doch Grauwasser, also Regenwasser, dafür genauso gut geeignet ist. Der Stand der Technik gibt dieses System schon seit vielen Jahren her.“

Außerdem wies sie darauf hin, dass es sich auf die Kosten günstig auswirkt, wenn die für eine Regenwasserversickerung vor Ort notwendigen Baumaßnahmen von vornherein berücksichtigt werden. Diese werden sich im Lauf der folgenden Jahre schnell amortisieren, weil keine Kosten für das in die Kanalisation abgeleitete Regenwasser mehr anfallen. Zudem ist gesetzlich geregelt, dass das anfallende Regenwasser auf einem Grundstück zu 90 % dort versickern muss. Also ist die Nutzung des Regenwassers die wirkungsvollste und damit eine zukunftsfähige Variante.

Die Mehrheit der Ausschussmitglieder aus den Fraktionen der SPD, CDU und AfD äußerte Bedenken und war für eine Vertagung. Es fragt sich, warum es den Ausschuss Umwelt und Klimaschutz überhaupt gibt. Wo, wenn nicht dort, sollten Empfehlungen für ein umweltgerechtes Handeln erarbeitet werden?

Wir von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin-Lichtenberg werden unsere Aktivitäten zum Schutz der natürlichen Ressourcen fortsetzen und einen sinnvollen Umgang mit Regenwasser fordern.

Wir freuen uns auf Rückfragen und stehen Ihnen zur Verfügung:

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Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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