Kohleausstieg von Klingenberg 2017: Ein guter Tag für Lichtenberg!

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall machte am vergangenen Dienstag öffentlich, dass das Unternehmen im Heizkraftwerk Klingenberg im Bezirk Lichtenberg am 24. Mai 2017 die klimaschädliche Braunkohleverbrennung einstellen wird. Bündnis 90/Die Grünen Lichtenberg begrüßen diese Entscheidung und freuen sich, dass der jahrelange Kampf nun endlich Früchte trägt. Der Verzicht auf Braunkohle wird den Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids um 600.000 Tonnen jährlich reduzieren.

„2017 ist nicht 2016, und somit produziert Vattenfall anders als vereinbart ein Jahr länger Strom aus Braunkohle. Trotzdem ist jeder weitere Tag, an dem im Kraftwerk Klingenberg keine Braunkohle verheizt wird, ist ein guter Tag für Lichtenberg und Berlin, und deshalb begrüßen wir es, dass 2017 jetzt endlich Schluss ist!“ so Philipp Ahrens, Kreisverbandsvorsitzender der Grünen Lichtenberg.

Seit Jahren fordert Bündnis 90/Die Grünen Lichtenberg eine unverzügliche Einstellung der Nutzung von Braunkohle für die dortige Produktion von Strom und Fernwärme. Dafür hatten die Grünen unter anderem 2010 ein unabhängiges Gutachten zur Zukunft des Kraftwerkes erstellen lassen und 2012 bei den Zählgemeinschaftspartnern SPD und CDU darauf gedrungen, die ausschließliche Verwendung von Biomasse aus nachhaltiger Produktion am Standort Klingenberg einzufordern. Nach dieser Forderung hatte Vattenfall die Planungen für zwei weitere, überdimensionierte Biomasse-Kraftwerke an dieser Stelle aufgegeben. Noch im Juli 2016 hatten bündnisgrüne Aktivistinnen und Aktivisten an der coal & boat-Bootstour teilgenommen, um gegen die Verlängerung der Braunkohlenutzung bis 2020 zu protestieren, die eigentlich nach einer Klimaschutzvereinbarung mit dem Berliner Senat schon 2016 hätte beendet werden sollen.

„Trotzdem gibt es noch viel zu tun“, so Camilla Schuler, Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen, „denn statt der Braunkohle wird dann Erdgas im Kraftwerk genutzt. Dieses verursacht bei der Verbrennung zwar nur halb so viel Kohlenstoffdioxid, trotzdem ist jedes vermeidbare Kilogramm Kohlendioxid in Lichtenberg zu viel. Wir wollen daher als Fraktion weiter im Bezirk dafür sorgen, dass bezirkseigene Gebäude ihren Energieverbrauch reduzieren und der Einfluss auf Wohnungsunternehmen und Investoren für mehr Energieeffizienz genutzt wird.“

Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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