Pressemitteilung vom 07.12.2017: Grüne kritisieren das Aus des Regionalbahnhofes Karlshorst am 10. Dezember

Die Grünen Lichtenberg kritisieren das Aus für den Regionalbahnhof Karlshorst. Der dortige Betrieb wird ab dem 10. Dezember eingestellt, der Rückbau der Anlagen beginnt im Frühjahr 2018. Nach Einsatz der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und  Klimaschutz hatte die Deutsche Bahn in den vergangenen Monaten noch einmal eventuelle Möglichkeiten zum Weiterbetrieb des Regionalbahnhofes geprüft, aber im Ergebnis verworfen.

„Wir bedauern sehr, dass die Bahn den Halt von Regionalzügen in Karlshorst nun einstellt“, so Robert Pohle, Bezirksverordneter von Bündnis 90/Die Grünen Lichtenberg. „Karlshorst wird durch viele Neubauprojekte in den kommenden Jahren weiter wachsen. Zugleich wird mit der Inbetriebnahme des Großflughafens BER durch die Veränderung der Fahrgastströme eine massive Zunahme des Fahrgastaufkommens zu erwarten sein, so dass insbesondere für Fahrgäste aus dem Berliner Ostteil ein Erhalt des Regionalbahnhofes auch nach Inbetriebnahme des Regionalverkehrs am Bahnhof Ostkreuz von hohem Nutzen wäre. Die jetzt notwendige Schließung resultiert aus dem jahrzehntelangen Instandhaltungsstau. Fachlich zuständig dafür waren von 1999 bis 2016 jeweils Senatorinnen und Senatoren der SPD. Nur mit einem Ausbau und einer Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs können umweltschonende Mobilitätsformen vorangebracht werden, von denen alle profitieren. Das Aus für den Regionalbahnhof in Karlshorst bedeutet deshalb einen Rückschritt. Nun muss es darauf ankommen, die bisherigen Pendlerinnen und Pendler nicht an das Auto zu verlieren! Dafür ist es notwendig, dass sich die Bahn auf die zusätzlichen S-Bahn-Fahrgäste einstellt.“

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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