Grüne fordern weniger Zweckentfremdung von Wohnraum in Lichtenberg

 

In Lichtenberg wird eine dreistellige Anzahl von Wohnungen zweckentfremdet. Dies geht aus einer Anfrage der Grünen an das Bezirksamt hervor. Dagegen wurden nur 22 Anträge abgelehnt, 45 zweckentfremdete Wohnungen wurden wieder der Wohnnutzung zurückgeführt. Die Anfrage zeigt auch, dass dringend benötigter Wohnraum in den Lichtenberger Ortsteilen unterschiedlich stark dem Wohnungsmarkt entzogen wird.

Seit Inkrafttreten des Zweckentfremdungsverbotsgesetzes am 01. Mai 2014 stellte das Wohnungsamt 174 illegale Zweckentfremdungen fest. In den Ortsteilen Rummelsburg und Alt-Hohenschönhausen wurden dabei überproportional häufig Wohnungen illegal zweckentfremdet. Das Wohnungsamt genehmigte im gleichen Zeitraum die Zweckentfremdung von 669 Wohnungen. Diese Wohnungen lagen überproportional häufig in den Ortsteilen Neu-Hohenschönhausen, Lichtenberg und Rummelsburg.

„Jede Zweckentfremdung von Wohnraum verschärft die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt“, so Robert Pohle, Bezirksverordneter von Bündnis 90/Die Grünen Lichtenberg. „Dass das Bezirksamt 45 rechtswidrig zweckentfremdete Wohnungen seit 2015 der Wohnnutzung zurückgeführt hat, begrüßen wir. Die Zahl zeigt aber auch, dass Dutzende rechtswidrig zweckentfremdete Wohnungen noch nicht wieder als Wohnraum genutzt werden. Wir fordern daher das Bezirksamt auf, seine Bemühungen zu verstärken, Wohnraum dem Wohnungsmarkt wieder zuzuführen. Denn jede Wohnung zählt. Umso drängender, wenn, wie in der Hauptstraße 1g-i in Rummelsburg die Wohnungslosigkeit droht. Wir werden daher das Thema weiter in der Bezirksverordnetenversammlung begleiten.“

Die Beantwortung der Kleinen Anfrage KA/0141/VIII findet sich hier: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/ka020.asp?KALFDNR=1950

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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