Für Anwohner*innen, Besucher*innen und Mitarbeiter*innen: Wir wollen eine Bushaltestelle am Jobcenter Lichtenberg!

Dass das Jobcenter in Lichtenberg zu schlecht an den öffentlichen Nahverkehr angebunden ist, bemängeln zahlreiche Bürgerinnen und Bürger schon seit Jahren. In der Bezirksverordnetenversammlung fordern wir darum eine Buslinie entlang der Ruschestraße. Um die Notwendigkeit unseres Anliegens zu unterstreichen, haben wir die Sache mal selbst in die Handgenommen und eine Haltestelle errichtet - wenn auch nur für ein paar Stunden.

Am Morgen des 23. Mai haben wir die Besucher*innen und Beschäftigten des Jobcenters an der Gotlindestraße 93 in Lichtenberg mit einer Bushaltestelle überrascht. Bereits um acht Uhr morgens haben wir uns dort um unser eigens mitgebrachtes Haltestellenschild versammelt und warteten auf einen Bus, der nicht kommen sollte. Noch nicht, jedenfalls. Um das zu ändern, haben wir schon am 16. Februar einen Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung eingebracht.

„Knapp 10.000 Menschen besuchen das Jobcenter jeden Monat“, so Camilla Schuler, unsere Fraktionsvorsitzende in der BVV. „Mit Bus, S-Bahn und U-Bahn ist es allerdings schlecht zu erreichen: Der Weg zur nächsten Haltestelle ist einfach zu weit. Viele kommen deswegen mit dem Auto. Das führt regelmäßig zu Parkplatzmangel und damit zu Stress für Besucher, Mitarbeiter und Anwohner. Mit Buslinie könnten wir Abhilfe schaffen.“

Wie das Jobcenter mit dem Bus am besten erreicht werden könne, wollen wir nicht alleine entscheiden. Man kann soetwas nicht einfach von oben herab regeln. Camilla Schuler: „Wir wollen das Bezirksamt mit unserem Antrag dazu anhalten, bei den zuständigen Stellen eine bessere Einbindung in das ÖPNV-Netz zu erwirken. Bevor wir etwas am Streckennetz ändern, sollen aber alle Lösungsmöglichkeiten mit den Anwohnerinnen und Anwohnern im Kiez abgestimmt werden.“

Eine mögliche Lösung wäre aus unserer Sicht eine Verlegung des Streckenlaufs der Buslinie 240.

Natürlich haben wir den Morgen nicht nur mit Warten verbracht. Wir haben mit Menschen gesprochen und dabei festgestellt, wie wichtig das Thema gerade auch für die Anwohnenden ist. Nicht nur wegen des Mangels an Parkplätzen: Viele haben Kinder, die sie langsam allein in die Schule schicken möchten - bei einem so weiten Weg zu Bus und Bahn für viele nicht machbar. Auch das hat uns gezeigt: Die Haltestelle wird gebraucht.

Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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