Freudendemo in Lichtenberg: Wir feiern die Abschaltung des Braunkohlekraftwerks Klingenberg

 

Am 24. Mai 2017 geht der Braunkohleblock im Heizkraftwerk Klingenberg vom Netz. Zu diesem Anlass haben wir am 18. Mai mit Lichtenberger Bürgerinnen und Bürgern vor der Bezirksverordnetenversammlung in der Max-Taut-Aula gefeiert – und klar gemacht, was noch passieren muss.

Der Verzicht auf Braunkohle wird den Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids um 600.000 Tonnen jährlich reduzieren. Seit Jahren forderten Bürgerinnen und Bürger deswegen die Einstellung der Nutzung von Kohle für die dortige Produktion von Strom und Fernwärme. Dafür haben wir unter anderem 2010 ein unabhängiges Gutachten zur Zukunft des Kraftwerkes erstellen lassen und statt Braunkohle die Verwendung von Biomasse aus nachhaltiger Produktion eingefordert. Noch im Juli 2016 haben wir an der coal & boat-Bootstour teilgenommen, um gegen die Verlängerung der Braunkohlenutzung bis 2020 zu protestieren, die eigentlich nach einer Klimaschutzvereinbarung mit dem Berliner Senat schon 2016 hätte beendet werden sollen.

 

„Wir begrüßen, dass jetzt endlich Schluss ist mit der Kohleverbrennung in Lichtenberg. Vattenfall steigt auf Erdgas um, auch dank des Engagements vieler Bürgerinnen und Bürger in Lichtenberg. Wer sich einbringt, kann etwas verändern, auch wenn es manchmal länger dauert. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel“, so Hannah Neumann, Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für Lichtenberg. „Es gibt noch genug zu tun, um die Luft- und damit auch die Lebensqualität für die Menschen in Lichtenberg zu verbessern. Außerdem brauchen wir den konsequenten Kohleausstieg für ganz Berlin: Drei Steinkohlekraftwerke pusten noch immer jede Menge Stickoxide und Quecksilber in die Luft. Damit muss Schluss sein.“

Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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