18.02.2016 Fahrverbot für Fahrgastschiffe und Ankerverbot im Rummelsburger See

Drucksache DS/1895/VII

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht sich bei den zuständigen Stellen für ein Fahrverbot von Fahrgastschiffen und einem allgemeinen Ankerverbot auf dem Rummelsburger See einzusetzen.

Begründung:
Die sogenannte „RuBuS-Studie“[1] weist nach, dass die See-Sedimente noch immer hoch und flächenhaft mit Schwermetallen und Schadstoffen belastet sind und eine Verbesserung seit der Teilsanierung zwischen 1999 und 2001 nicht eingetreten ist. Die Grenzwerte von Blei, Cadmium, Kupfer, Zinn und Quecksilber werden flächendeckend überschritten (z. T. bis zum sechsfachen), toxische Effekte werden erwartet. Vor allem der Nord-Westteil des Sees ist davon betroffen. Die erhoffte Bildung einer unbelasteten Sedimenteschicht über der kontaminierten ist leider nicht eingetreten. Dafür sind unter anderem die Fahrgastschiffe verantwortlich, die vor allem beim An- und Ablegen mit ihren Schiffsschrauben den kontaminierten Seeboden aufwirbeln, aber auch ankernde Schiffe. Beides sollte deshalb eingeschränkt werden.

[1] http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/wasser/rummelsburger_see/pdf/Forschungsprojekt-RuBuS_FU-Berlin.pdf

Stand der Umsetzung: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=6556

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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