Die Schule der Zukunft – Diskussion auf unserer Mitgliederversammlung am 5.3.2018

Wie sieht die Berliner Bildungslandschaft aus? Wie kann für Chancengerechtigkeit gesorgt werden und allen Kindern der Zugang zur bestmöglichen Bildung eröffnet werden? Welche Herausforderungen müssen in Lichtenberg gemeistert werden – ganz konkret in den nächsten Jahren, aber auch: Wie stellen wir uns Schule in der Zukunft vor? Diese Fragen haben wir auf unserer Mitgliederversammlung am 5. März 2018 gemeinsam mit Nina Stahr (Landesvorsitzende) und Andreas Audretsch (Mitglied des Landesvorstands) diskutiert.

Ziel der Veranstaltung war es, die Erfahrungen aus Lichtenberg zu sammeln, um sie im Rahmen des landesweiten Bildungskongresses der Bündnisgrünen am 26. Mai 2018 einzubringen. Ganz oben auf der To-Do-Liste stand die angespannte Situation beim Schulbau. Durch Versäumnisse in der Schulplanung und im Bereich Stadtentwicklung gibt es in Lichtenberg zu wenige Schulen. Eine Situation, die die Landesregierung mit Hochdruck angeht. Auch der bauliche Zustand vieler Lichtenberger Schulen ist desolat. Weiter fehlen in vielen Schulen Inklusionshelfer*innen, und die Beschulung in Willkommensklassen im Bezirk ist oft noch zu wenig integrativ. Aber es gibt auch positive Entwicklungen und Pilotprojekte im Bezirk. Viele Schulen nehmen sich der Aufgabe der Integration neu zugewanderter Kinder engagiert an. Erste Schulbauprojekte sind gestartet. Und der Ausbau sprachunabhängiger Fächer wie Musik, Gartenbau oder Sport wurde angeregt, um beispielsweise Flüchtlingskindern die Integration zu erleichtern. Auch die vielen Angebote im Bereich Umweltbildung, die in Lichtenberg entstanden sind, sind beispielgebend.

Neben diesen bezirksspezifischen Aspekten ging es auch ganz generell um notwendige Entwicklungen im Bereich Schule landesweit. Hier brauchen wir mehr Personal, attraktivere Arbeitsbedingungen und bessere Optionen für Quereinsteiger*innen. Die Digitalisierung muss eine größere Rolle an den Schulen spielen – ohne dass das Erlernen sozialer Kernkompetenzen und motorischer Fähigkeiten zu kurz kommt. Die Maxime der Bildungspolitik muss dabei immer die Bildungsgerechtigkeit sein:

Der Bildungserfolg der Schüler*innen darf nicht von der sozialen oder finanziellen Situation im Elternhaus abhängen. Wie das Beispiel der Rütli-Schule aus Neukölln zeigt, ist hier viel möglich, auch durch eine soziale Durchmischung der Schülerschaft und einer Öffnung der Schulen in den Kiez. Ähnliche Formate in anderen Bezirken sind geplant. Die Ergebnisse werden gesammelt und im Rahmen des Kongresses am 26. Mai vorgestellt.

 

Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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