Der Protest hatte Erfolg – Das Malchower Luch wird nicht angetastet

Am 28. Juni protestierten einige Vertreter_innen der Bürgerinitiative Malchower Luch in der Ausschuss-Sitzung Öffentliche Ordnung und Verkehr gegen die Pläne des Senats, durch das Malchower Luch eine temporäre Baustraße zu führen. Das war vom Senat als äußerst notwendig für die Baumaßnahme „Grundhafte Erneuerung der Malchower Dorfstraße“ deklariert worden.

Vier Varianten von Behelfsfahrbahnen waren mit Zeichnungen näher erläutert. Die Bürger_innen vor Ort konnten das nicht nachvollziehen, weil:

– Es handelt sich um ein Feuchtgebiet, das sehr sensibel auf Umwelteinflüsse reagiert.

-Derartige Baumaßnahmen dürften sich auf den Wasserhaushalt des gesamten Gebietes auswirken.

-Dort befindet sich eines der wenigen Niedermoore von Berlin, also ein Biotop von besonderer ökologischer Bedeutung für unser Klima. Bei einer Tiefe von ca. 60 cm dürfte es mehrere hundert Jahre alt sein.

-Die als Ausgleichsmaßnahme für den Autobahnbau angelegten Wanderwege dürfen nicht verändert werden.

All diese Faktoren waren jedoch vom Senat noch gar nicht untersucht worden. Wir haben als Kreisverband gemeinsam mit der BI und dem Abgeordneten Harald Moritz ein Schriftliche Anfrage formuliert.

Der Protest hat geholfen – am 24. August informierte die Senatsverwaltung, dass die Baumaßnahme „auch ohne die Herstellung einer temporären, ortsnahen und provisorischen Umleitungsstrecke („Baustraße“) durchgeführt werden kann.“

Ihre Henriette van der Wall
Mitglied im Ausschuss für Öffentliche Ordnung & Verkehr

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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