Das Thema Graffiti. Wir bleiben dran!

Bereits im letzten Jahr haben wird den Antrag „Kreative Jugend statt Stigmatisierung“ (DS 0923/VII) gestellt, in dem das Bezirksamt ersucht wurde nach Flächen im öffentlichen Raum zu suchen, die vor allem durch Kinder und Jugendliche ausdrücklich dafür genutzt werden könnten Graffiti-Erfahrungen zu sammeln, ohne sich gleich strafbar zu machen.

Es hat sehr lange gedauert alle Fraktionen in der BVV dafür zu gewinnen dem Antrag zuzustimmen. Umso enttäuschter sind wir über die Antwort des Bezirksamtes, die sogar als Abschlussbericht (soll heißen: Anliegen erledigt) in die BVV eingebracht wurde. Darin informiert die für Jugend zuständige Stadträtin, dass Jugendprojekte zum Thema Graffiti durchgeführt werden (was seit Langem allgemein bekannt ist) und dass keine weiteren personellen Ressourcen für das Aufsuchen und Schaffen neuer Flächen existieren. Um das zu erfahren, hätten wir nun wahrlich keinen Antrag stellen und auch keine Überzeugungsarbeit in den Fraktionen leisten müssen!
Aber immerhin war die Jugendstadträtin damit einverstanden die Vorlage als Zwischenbericht einzureichen, so dass das Anliegen nicht als abgeschlossen betrachtet wird. Bedauerlicherweise haben sich die anderen Stadträt_innen nicht zu Thema geäußert. Liegen etwa dem Ordnungsamt, dem Schulamt oder dem Stadtentwicklungsamt keine Erkenntnisse vor, welche Flächen als geeignet eingestuft werden können?
Daher unsere ausdrückliche Bitte an (Sozial-)Päda-gog_innen, aber auch an Kinder und Jugendliche: Meldet den Bedarf an Graffitiflächen oder nennt dem Bezirksamt geeignete Flächen, die als solche ausgewiesen werden können! Wir bleiben bei dem Ansatz, dass es sinnvoll ist Flächen für Graffiti freizugeben bzw. zu schaffen, damit die Kinder und Jugendlichen in Lichtenberg in ihrer Kreativität unterstützt werden können.
Einen schönen und kreativen Sommer wünscht

Bartosz Lotarewicz
Jugendpolitischer Sprecher

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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