AfD Lichtenberg zeigt wes Geistes Kind sie ist

Mit der Nominierung von Wolfgang Hebold für den ihr zustehenden Bezirksstadtratsposten macht die AfD Lichtenberg schon vor der ersten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg am 27.Oktober deutlich, wes Geistes Kind sie ist. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Lichtenberg verurteilt die Nominierung auf das Schärfste und lehnt die Wahl von Hebold ausdrücklich ab.

Der Diplom-Mathematiker Wolfgang Hebold war im Mai diesen Jahres berlinweit in die Schlagzeilen geraten, weil er seinen Studierenden im Unterricht pauschal diffamierende, tendenziöse und islamfeindliche Aufgaben stellte und auf seinem privaten Blog ebenfalls eine beleidigende und diskriminierende Wortwahl pflegte. In Folge dessen wurde Hebold von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) entlassen. Ein Blick in seinen Internet-Blog „Die Verheerung Europa – Ein Tagebuch des Niedergangs“ zeigt sein krudes Weltbild. Dort schreibt er u.a. am 03.Oktober 2016 zur Willkommenskultur: „Denn ihre Absicht [Anm.: die der Willkommenskultur] ist es, Araber und Afrikaner nach Europa zu schaffen und die ansässige Bevölkerung über die nächsten Dekaden Zug um Zug verschwinden zu lassen.“ Die AfD Lichtenberg hat jedoch schon mit anderen Personalien auf sich aufmerksam gemacht. So finden sich auf der Bezirksliste mit Kay Uwe Nerstheimer, der sich 2012 als Anführer der „German Defence League“ in Berlin bezeichnete, einer islamophoben Schläger- und Hooligangruppe, und Heribert Eisenhardt, gegen den seit Mitte 2015 ein Parteiausschlussverfahren wegen Zusammenarbeit mit neonazistischen Kreisen anhängig ist, einschlägige Personen mit Verbindungen zu rechtsextremistischen Kreisen.

„Mit der Nominierung von Wolfgang Hebold entlarvt sich die AfD Lichtenberg einmal mehr und zeigt wes Geistes Kind sie ist und was Lichtenberg in den kommenden fünf Jahren von ihr erwarten darf. Hetzende Menschen wie Herbold haben im Rathaus Lichtenberg nicht das Geringste zu suchen!“ so Camilla Schuler, Fraktionsvorsitzende. Sebastian Füllgraff, ebenfalls Fraktionsvorsitzender, ergänzt: „Für uns ist Hebold als Bezirksstadtrat untragbar, aus diesem Grund wird er von uns keine Stimme erhalten.“

PDF Pressemitteilung

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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