3. Für eine gesundheitsfördernde, inklusive und umweltschonende Mobilität

Die Verteilung des begrenzten öffentlichen Raumes auf alle Mobilitätsformen soll zugunsten der ökologischen Alternativen reorganisiert werden.

Konkret bedeutet das mehr Platz für das Zufußgehen, Radfahren oder Busfahren. Ein effizienterer Umgang mit öffentlichem Raum kann auch durch eine konsequente Parkflächenmarkierung erreicht werden, was allen Mobilitätsformen zugutekommt.

 Viel Verkehr, wenig Platz – ökologische Alternativen nützen allen!

An geeigneten Stellen sollen Fußgänger*innen und Radfahrer*innen mehr Platz bekommen, um sich sicher und komfortabel fortbewegen zu können.

Wir setzen uns für den Ausbau der Infrastruktur für ökologisch vorteilhafte Mobilitätsformen ein. Dazu gehören auch Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes sowie Carsharing-Parkplätze.

Wir beschleunigen den Abbau des Instandhaltungsrückstaus an Straßen und Wegen. Mindestens zehn Euro pro Einwohner*in und Jahr möchten wir dauerhaft zur Förderung des Zufußgehens und Radfahrens aus bezirklichen Mitteln investieren. Die Maßnahmen sollen personell durch Stellenaufwuchs gesichert werden.

Radschnellwege: schnelle Verbindungen für Lichtenberger*innen auf dem Rad

Die Förderung des Radfahrens ist einer unserer Beiträge zur Entschleunigung der Erderwärmung. Wir erleichtern den Umstieg aufs Rad, indem wir ein bezirkliches, mit den Bürger*innen erarbeitetes Radroutennebennetz, den Ausbau von Radfahrstreifen, grüne Wellen für Radfahrende, weitere Fahrradstraßen und Radschnellwege einfordern.

Radschnellwege können u.a. an der Landsberger Allee (Verbindung Marzahn – Torstraße – Hauptbahnhof) oder der Falkenberger Chaussee, Rhinstraße, Am Tierpark, der Treskowallee (Verbindung Ahrensfelde – Hohenschönhausen – Friedrichsfelde – Karlshorst – Schöneweide – Köpenick) entstehen.

Wir fordern den Ausbau von Fahrradparksystemen und Bike-and-Ride-Anlagen vorrangig an S- und U-Bahnhöfen, aber auch an anderen stark frequentierten Orten in Lichtenberg. Fahrradboxen und -garagen sollen die Attraktivität des Fahrradfahrens steigern. Diebstahlschutz ist hierbei wesentlich.

Keine Barrieren für Rollstuhl, Kinderwagen und Rollator

Wir möchten mit den Wohnungsunternehmen im Bezirk ins Gespräch kommen, um barrierefreie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle nahe der Wohnung zu schaffen.

Wir möchten, dass sowohl Eltern mit Kindern auf ihren Alltagswegen Platz für Pausen haben und Senior*innen genauso Erleichterungen angeboten werden. Die Teilhabe am öffentlichen Leben erleichtern z. B. Bänke in unterschiedlicher Sitzhöhe, Toiletten, Stufenmarkierungen, schadenfreie Gehwege, Mittelinseln und Gehwegvorstreckungen.

Wir fordern, dass in Lichtenberg der Fußweg zur nächsten Haltestelle des öffentlichen Personennahverkehrs in allen Wohngebieten und zu Gebäuden zentraler Bedeutung, wie z. B. zum Jobcenter, nie weiter als 500 Meter sein darf.

Hohe Bordsteine erschweren die Querung von Straßen. Wir setzen uns daher weiterhin für die Aufstockung der zweckgebundenen Mittel für Bordsteinabsenkungen ein.

Eine Mobilitätsstation für den Bahnhof Hohenschönhausen

Wir setzen uns dafür ein, den Regional- und S-Bahnhof Hohenschönhausen aufzuwerten. Verbesserte Wegebeziehungen in die umgebenden Kieze sowie sichere, gut sichtbare Radabstellanlagen sind hierfür ein erster Schritt.Eine Mobilitätsstation am Bahnhof Hohenschönhausen schafft dort ein Angebot für ökologische Mobilität.

Wir fordern von der Deutschen Bahn und dem Land, den Regionalbahnhof Karlshorst zu erhalten und ihn barrierefrei zu ertüchtigen. Deutsche Bahn und Land stehen auch in der Pflicht, Barrierefreiheit am S-Bahnhof Nöldnerplatz zu schaffen und die barrierefreie Zugänglichkeit zum S-Bahnhof Wartenberg zu verbessern.

Jugendverkehrsschulen zu Mobilitätszentren weiterentwickeln

Wir möchten die bestehenden Jugendverkehrsschulen erhalten und zu offenen bezirklichen Denkfabriken für ökologische Mobilität weiterentwickeln. In diesen neuen Mobilitätszentren soll es Angebote für alle Mobilitätsinteressierten geben. Zudem sollen die Mobilitätszentren für neue ökologische Fortbewegungsmittel und alternative Mobilitätskonzepte werben. Die Weiterentwicklung muss personell und finanziell abgesichert werden.

Wir setzen uns für die konsequente Umsetzung eines betrieblichen ökologischen Mobilitätsmanagement im Bezirksamt ein. Dazu gehören beispielsweise eine ökologische Umstellung des bezirkseigenen Fuhrparks und die Förderung der Bildung von Fahrgemeinschaften. Ziel soll es sein umweltschädliche Emissionen zu vermeiden. Neben einer positiven ökologischen Wirkung nimmt das Bezirksamt so seine Vorbildfunktion wahr und geht mit gutem Beispiel voran.

Rücksicht auf Anwohner*innen und unsere Umwelt: Parkraumbewirtschaftung

Eine Parkraumbewirtschaftung ist für uns in Gebieten sinnvoll, die durch einen hohen Parkdruck gekennzeichnet sind und in denen verschiedene Nutzer*innengruppen um die knappen Stellplätze konkurrieren. Mit der Parkraumbewirtschaftung wird Anwohnenden die Parkplatzsuche erleichtert und die Luftqualität durch einen Rückgang des Parksuchverkehrs verbessert. Je nach Gebietscharakteristika ist eine geeignete Bewirtschaftungsform zu wählen.

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Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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