28.06.2012 Mehr Sensibilität für Genderfragen in der BVV

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht die Ausschüsse wie folgt zu schreiben:

  • Rechnungsprüfung, Bürgerbeteiligung, Bürgerdienste und Verwaltungsmodernisierung (RBBV) und
  • Soziales, Menschen mit Behinderungen und Mieterschutz

werden mit dem Beschluss des Antrages mit Gender-Gap folgendermaßen

  • Rechnungsprüfung, Bürger_innenbeteiligung, Bürger_innendienste und Verwaltungsmodernisierung (RBBV)
  • Soziales, Menschen mit Behinderungen, Mieter_innenschutz

Der Tagesordnungspunkt „Aktuelle Viertelstunde“ bzw. „Bürgeranliegen“ wird  künftig in allen Ausschüssen mit Gender-Gap „Aktuelle Viertelstunde/Bürger_innenanliegen“ geschrieben.

 

Begründung:

Gender-Gap („_innen“) ist die seit Jahren benutze Schreibweise, die auf die unterschiedliche Wahrnehmung des sozialen Geschlechts bei Menschen hinweisen soll. Das soziale Geschlecht geht über die klassischen Zuordnungen zwischen weiblich und männlich hinaus. Das Verwenden des Gender-Gaps mit Unterstrich weist zunächst auf beide Geschlechter hin, lässt aber auch Platz für all diejenigen, die sich keinem der „klassischen“ Geschlechter zugehörig fühlen. Auch würde damit dem Anliegen des Ausschusses „Rechnungsprüfung, Bürgerbeteiligung, Bürgerdienste und Verwaltungsmodernisierung (RBBV)“ Rechnung getragen, der diese Umbenennung wünscht.

Dass diese Schreibweise (noch) nicht offiziell im Duden anerkannt ist, soll kein Argument dafür sein diese nicht zu benutzen. Vielmehr soll Lichtenberg als „Ort der Vielfalt“ mit dem bewussten Verwenden des Gender-Gaps ein Zeichen für Toleranz setzen und dazu beitragen, dass sich alle Bürger_innen egal welcher Geschlechtsidentität angesprochen und mitgedacht fühlen.

Stand der Umsetzung: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=4978

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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