27.06.2013 Sicherer Fahrradweg Schlichtallee

Drucksache DS/0801/VII

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht entweder selbst zu veranlassen oder sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, durch folgende weitere Maßnahmen den Fahrradverkehr auf der Schlichtallee sicher zu gestalten:
1.    Auf der Ostseite der Schlichtallee (in Richtung Nöldnerplatz) sollte das Radfahren auf dem Fußweg entlang der Kleingartenkolonie nach dem Abzweig Zobtener Straße ermöglicht werden, wobei eine der drei Varianten „Radfahrer Frei“, „Gemeinsame Nutzung des Radweges“ oder „Geh- und Radweg getrennt“ umgesetzt und durch entsprechende Beschilderung kenntlich gemacht werden sollten, vgl. Foto O3.
2.    Auf der Westseite der Schlichtallee (in Richtung Hauptstraße) sollten 2 Maßnahmen realisiert werden:
•    Die Radspur sollte auf der Fahrbahn fortgesetzt und vor der Bahnbrücke bis zur Hauptstraße auf den Gehweg geführt und eine der drei unter 1. genannten Varianten gewählt werden – vgl. Fotos W4 und W5.
•    Um auch aus der nördlichen Richtung auf die TR4 (Zobtener Straße) gelangen zu können, sollte für den Radverkehr eine Überquerung von der West- auf die Ostseite der Schlichtallee ermöglicht werden – vgl. W7.

Begründung:
Der S-Bahnhof Nöldnerplatz wird von vielen Pendler_innen mit dem Fahrrad angefahren. An der schmalsten Stelle der Schlichtallee unter der nördlichen Eisenbahnbrücke sind die Radfahrer_innen gezwungen, gemeinsam mit dem Kraftfahrzeugverkehr auf der Straße zu fahren. Hier ist es selbst für den Autoverkehr so eng, dass es schon zu Unfällen kam, vgl. Foto O1 und O2. Für Radfahrer_innen ist es hier lebensgefährlich. Der östliche Fußweg ist an dieser Stelle ca. 4 Meter breit, so dass Radfahrer_innen und Fußgänger_innen problemlos gemeinsam den Platz nutzen könnten.

Eine Regelung, wie unter 1. beschrieben, ergänzt die Drucksache DS/0583/VII.
Auf der westlichen Seite der Schlichtallee besteht ein analoges Problem – s. Fotos W1 bis W7. Zusätzlich müssten die Radfahrer_innen vor der S-Bahnbrücke die Straße an einer unübersichtlichen Stelle queren, um auf den markierten Radweg TR4 zu gelangen. Diese Markierung ist allerdings schwer zu erkennen, so dass sich ein Weiterfahren auf dem Gehweg, der hier ca. 3,5 Meter breit ist, geradezu anbietet.
Eine Neuplanung der Schlichtallee findet nicht vor 2018 statt. Die vorgeschlagenen Maßnahmen beanspruchen nur einen geringen finanziellen Aufwand und würden zur Sicherheit des Radverkehrs beitragen. Der Fußverkehr wäre nicht wesentlich beeinträchtigt, da genug Platz vorhanden ist und hier nicht viele Fußgänger_innen unterwegs sind.
Mehrere Aktivitäten verschiedener Bürger_innen verliefen bislang ergebnislos.

Stand der Umsetzung: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=5463

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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