25.10.2013 Kreative Jugend statt Stigmatisierung

Drucksache DS/0923/VII

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, in Zusammenarbeit mit den Akteur_innen der Jugendhilfe sowie Einrichtungen wie der Jugendkunstschule geeignete Orte zu definieren und zu schaffen, an denen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben Graffiti-Erfahrungen zu machen.

Weiterhin wird das Bezirksamt ersucht, regelmäßig zu prüfen, an welchen Orten bestehende und auch neue Flächen (z.B. Brücken) für Graffiti freigegeben und zusätzliche Wände geschaffen werden können. Dabei sind die voraussichtlichen Kosten auszuweisen. Bei der Suche nach solchen Orten sollen die dafür zuständigen Stellen mit einbezogen werden.

Begründung:
Das Besprühen der Wände wird in der Gesetzgebung als eine Straftat angesehen. Junge Menschen sollen jedoch die Möglichkeit haben eigene Graffiti-Erfahrungen zu machen, ohne dass dies sofort kriminalisiert wird. Vor allem aber auch, um ihre Kreativität anzuregen. Es braucht daher in unserem Bezirk mehr Orte, an denen Jugendliche mit den Akteur_innen der Jugendhilfe ihre Graffiti-Erfahrungen machen und ins Gespräch über Kunst aber auch Grenzen des gesetzlich Zulässigen kommen können.
Das Ziel der Prüfung ist festzustellen, welche Orte sofort dazu geeignet sind von den Jugendlichen künstlerisch gestaltet zu werden, aber auch an welchen Orten zusätzliche Angebote (Wände) entstehen können. Dabei sollen auch die voraussichtlichen Kosten ausgewiesen werden, um die Diskussion in der BVV fortsetzen zu können.

Stand der Umsetzung: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=5585

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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