20.02.2014 Treppengeländer und Stufenmarkierungen in der Max-Taut-Aula

Drucksache DS/1089/VII

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass die vom Eingangsbereich in den Zuschauer_innenraum der Max-Taut-Aula führende Treppe mehrere über die Breite der Treppe verteilte Treppengeländer erhält. Die genaue Positionierung der Treppengeländer ist mit der Schulleitung der Max-Taut-Schule zu vereinbaren. Des Weiteren wird das Bezirksamt ersucht sich für ausreichende Treppenstufenmarkierungen einzusetzen.

Begründung:
In den Jahren 2002 bis 2007 wurde die Max-Taut-Aula aus Mitteln des EU-Programms Urban II, der Gemeinschaftsaufgabe Infrastruktur und des Landes Berlin umfassend saniert und im Dezember 2007 feierlich wieder eingeweiht. An beiden Außenseiten befinden sich Rampen zum barrierefreien Überwinden der Höhenunterschiede zwischen dem Eingangsbereich und dem Zuschauer_innenraum. Diese Rampen sind für Personen, die sich dort zum ersten Mal aufhalten, nicht sichtbar. So dass Menschen mit entsprechenden Behinderungen an der Treppe ankommen und sich dann irgendwie beim Hinab- und Hinaufsteigen behelfen müssen.

Die Treppe führt über die gesamte Breite des Veranstaltungssaals (ca. 20 m) und verfügt nur über die beiden äußeren Treppengeländer. Bei einer maximalen Besucherzahl von 500 Personen im Besucherbereich des Saals kann das sowohl beim Betreten als auch beim Verlassen des Saals zu Schwierigkeiten und möglicherweise auch Konflikten führen. Außerdem ist eine Situation, in der man hilflos vor einer Treppe steht und auf die Hilfe anderer angewiesen ist, um vier Stufen zu überwinden, für die betroffenen Personen demütigend und diskriminierend. All das kann durch mehrere über die Treppe verteilte Treppengeländer vermieden werden.

Dieser Zustand resultiert möglicherweise daraus, dass Planung und Sanierung zeitlich vor dem Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention im Jahr 2008 lagen. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass man über inzwischen übliche Einbauten zur Barrierefreiheit bei der Sanierung der Max-Taut-Aula noch gar nicht nachgedacht haben dürfte. Das betrifft zum Beispiel notwendige Treppengeländer.

Stand der Umsetzung: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=5751

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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