19.10.2017 Religionskunde an der Volkshochschule

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht ein bekenntnisneutrales, wissenschaftlich fundiertes Angebot zu den drei monotheistischen Weltreligionen (Judentum, Christentum, Islam) und den von ihnen geprägten Kulturen und Gesellschaften an der Margarete-Steffin-Volkshochschule zu erproben und weiter zu entwickeln.

 

Begründung:

Das Verhältnis der drei monotheistischen Weltreligionen zueinander hat den gewaltsamen Verlauf der europäischen Geschichte in den letzten Jahrhunderten und bis heute maßgeblich beeinflusst. Die Geschichte Lichtenbergs in Deutschland und Europa lässt sich folglich ohne religionswissenschaftliche Kenntnisse nicht voll umfassend begreifen. Auch für das künftige, friedvolle Zusammenleben sind Kenntnisse über die Charakteristika der Religionen, die Religiosität und die durch sie geprägten Gesellschaften hilfreich, wenn nicht gar notwendig. Denn Unverständnis ihnen gegenüber kann sozial bedingte Ängste oder Aggressionen auslösen. Ein bekenntnisneutrales, wissenschaftlich fundiertes Angebot zur Religionskunde soll daher Kenntnisse vermitteln und Verständigung ermöglichen.

An der Margarete-Steffin-Volkshochschule gibt es derzeit nur ein religionskundliches Angebot zur Geschichte des jüdischen Friedhofs in Weißensee. Die Einschreibung an einer Berliner Hochschule, um religionswissenschaftliche Kurse zu belegen, stellt andererseits für viele Menschen eine zu hohe Zugangsbarriere dar.

Stand der Umsetzung: https://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=7222

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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