19.04.2018 Mobilitätskonzept für das Gewerbegebiet Herzbergstraße

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht zusammen mit Unternehmen im Gewerbegebiet Herzbergstraße ein überbetriebliches Mobilitätskonzept für das Gewerbegebiet zu erstellen.

Die Erstellung des überbetrieblichen Mobilitätskonzepts möge über öffentliche Fördermittel (des Landes, Bundes oder der EU) finanziert werden.

Begründung:

Die Verbrennung von Benzin und Diesel sorgen für einen großen Teil der verkehrlich bedingten CO2-Emissionen. Sie zu reduzieren, um die Erderwärmung zu verlangsamen, ist ein Ziel eines (über‑) betrieblichen Mobilitätsmanagements. Das Einsparpotenzial bei den verkehrlich bedingten CO2-Emissionen, u. a. durch die Verlagerung des innerörtlichen PKW-Verkehrs auf ÖPNV und Fahrrad[1], wird hoch eingeschätzt.

Mit dem Mobilitätskonzept für die Bezirksverwaltung wirkt das Bezirksamt vorbildhaft. Unternehmen und Unternehmensnetzwerke mit einer hohen Anzahl an Mitarbeitenden und Fahrten können offensichtlich durch diverse Maßnahmen, wie z. B. der Koordinierung von Fahrten, der Anschaffung von Elektrofahrzeugen, der Bildung von Fahrgemeinschaften und stationsbasiertem Carsharing, einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das überbetriebliche Mobilitätskonzept soll unterstützen, diesen Beitrag zu aktivieren.

Für die Erstellung eines überbetrieblichen Mobilitätskonzepts eignet sich das Gewerbegebiet Herzbergstraße in besonderem Maße, da ein bestehendes Unternehmensnetzwerk mit über 500 Mitarbeitenden angesprochen werden kann. Es besteht ein Gebietsmanagement. Das Gewerbegebiet Herzbergstraße ist zudem mit dem ÖPNV (Tramlinien entlang der Siegfried- und Herzbergstraße, Buslinien entlang der Siegfried- und Josef-Orlopp-Straße) gut erschlossen. Insgesamt arbeiten über 8000 Menschen in dem Gewerbegebiet.[2]

[1] Vgl. Integriertes kommunales Klimaschutzkonzept. Bezirk Lichtenberg zu Berlin, S. 55

Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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