19.03.2015 Beteiligung am Wettbewerb Zukunftsstadt

Drucksache DS/1539/VII

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht sich an dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgelobten Wettbewerb „Zukunftsstadt“ zu beteiligen und die für die Phase 1: ‚Entwicklung der kommunalen Vision 2030+‘ erforderlichen Unterlagen gemeinsam mit den lokalen Akteuren zu erstellen und fristgerecht bis spätestens 27. März 2015 einzureichen. Als Bewerbungsinhalt sollen zwei markante Stadtteile auf Lichtenberger Gebiet ausgewählt werden, die bislang unbewusst und unbeachtet objektiv durch den Ruschegraben miteinander verbunden sind: der Fennpfuhl im nördlichen Teil seines Einzugsgebietes und Rummelsburg, wo der Ruschegraben in den Rummelsburger See mündet. Dabei sind entsprechend Ausschreibungsbedingungen die lokalen Akteure mit einzubeziehen.

Begründung:
Der vom BMBF ausgeschriebene Wettbewerb ist in drei Phasen eingeteilt:
Phase 1: Entwicklung der kommunalen Vision 2030+
Phase 2: Planungs- und Umsetzungskonzept der Vision 2030+
Phase 3: Umsetzung der Vision in „Reallaboren“.

Ziel der ersten Phase ist die Entwicklung einer kommunalen Vision, die sich an den alltäglichen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert. Prägend für beide Gebiete ist das Thema Wasser. Damit das durch den Ruschegraben abgeleitete Regenwasser in naher Zukunft so gereinigt werden kann, dass das in den Rummelsburger See einfließende Wasser Badewasserqualität hat, müssen sehr viele Akteure mitwirken. Diese Akteure gibt es in beiden Stadtteilen durch Bürgervereine, Kiezbeiräte, Stadtteilzentren, Kirchengemeinden und weitere. Bei der Realisierung eines derartigen Projekts werden viele Kompetenzen zu Fragen des Umweltschutzes, der Siedlungswasserwirtschaft, der Stadtentwicklung, des Bauens, der Entwicklung von Naturräumen sowie soziale Kompetenzen gefördert. Auch kann ein solches Projekt dazu beitragen, dass Menschen verschiedener Generationen zusammenarbeiten, da sie gemeinsam Verantwortung für die Zukunft übernehmen. In beiden Stadtteilen gibt es darüber hinaus einige Erfahrungen hinsichtlich der Einmischung der Zivilgesellschaft in die Entwicklung der Kommune, auf die man aufbauen kann.

sh. auch unter http://www.bmbf.de/foerderungen/25876.php

Stand der Umsetzung: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=6200

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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