18.09.2014 International Year of Soils 2015 ins öffentliche Bewusstsein rücken

Drucksache DS/1312/VII

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht im Internationalen Jahr der Böden 2015 durch verstärkte Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit das Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Mitarbeiter_innen des Bezirksamts über die grundlegende Bedeutung der Böden für das menschliche Leben zu stärken.
Es wird zudem ersucht sich mit dem Thema Bodenkontaminierung auseinanderzusetzen sowie Handlungsweisen und Initiativen zu unterstützen, die einen Beitrag zum nachhaltigen Umgang mit und Schutz der Ressource Boden leisten.
Die Ziele sollen in Zusammenarbeit mit den Auszubildenden des Bezirksamtes und den lokalen Akteuren, wie z. B. dem Umweltbüro, der Margarete-Steffin-Volkshochschule, der Gartenarbeitsschule Lichtenberg, erreicht werden.

Begründung:
Die 68. Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am 12. Dezember 2013 das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr der Böden erklärt. Das Bezirksamt Lichtenberg kann im Rahmen seiner Möglichkeiten zum Erreichen der mit der Erklärung verfolgten Ziele beitragen. Folgende Aspekte geben Anlass und Stoff, das Internationale Jahr der Böden im Jahr 2015 auch in Lichtenberg zu würdigen:
Böden übernehmen wesentliche Funktionen in einem Ökosystem und haben für die Ernährungssicherung große Bedeutung. Sie speichern Kohlenstoff und Wasser und bauen organische Stoffe ab. Dabei entsteht ein Zentimeter Oberbodenschicht im Lauf von 100 bis 300 Jahren.
Menschliche Handlungsweisen, wie z. B. eine Überdüngung von Böden oder ein hoher Fleischkonsum, haben unerwünschte Umweltwirkungen.

Versiegelte Böden können weder Kohlendioxid speichern noch Wasser filtern.  Das muss bei der Bauleitplanung berücksichtigt werden, da über sie u. a. die Höhe der Neuversiegelung von Flächen beeinflusst wird. Auch bei baulichen Maßnahmen kann Boden z. B. durch eine Reduzierung der Eingriffsfläche und durch die Abstimmung des Zeitpunkts der Erdarbeiten auf Witterung und Bodenfeuchte geschont werden.
Darüber hinaus verfügt Lichtenberg mit dem Gutshof Alt-Hohenschönhausen über ein in der Berliner Denkmalliste aufgeführtes Bodendenkmal und über Böden mit hoher Archivfunktion für die Naturgeschichte.
Kontaminierte Böden lassen sich, wie die Seesanierung Rummelsburger Bucht zeigt, teilweise nur schwer, langwierig und kostenintensiv sanieren.

Stand der Umsetzung: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=5974

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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