15.11.2018 Kleine Unterkünfte für bessere Inklusion

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, sich beim Senat dafür einzusetzen, dass die in Lichtenberg im Rahmen der „MUF 2.0 Planung“ des Senats unterzubringenden Geflüchteten in kleinen Modulbauten und in Wohnhäusern, die sowohl Geflüchteten als auch anderen Berliner*innen zur Verfügung stehen, untergebracht werden. Bei der Festlegung der dafür benötigten Flächen ist darauf zu achten, diese, unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Geflüchtetenunterkünfte, gleichmäßig über den ganzen Bezirk zu verteilen. Weitere Kriterien für die Ortssuche sind u. a. eine ausreichende Versorgung mit sozialer Infrastruktur sowie eine gute Anbindung an den ÖPNV. Darüber hinaus soll für den Bau der Unterkünfte auf rechtliche Sonderregelungen verzichtet werden, um den Wohnraum zeitnah auch anderen Menschen auf Wohnungssuche zur Verfügung stellen zu können. Dafür muss bei der Gestaltung der Unterkünfte darauf geachtet werden, dass sie sich auch als frei vermietbarer Wohnraum eignen.

Begründung:

Der Senat hat beschlossen, im Rahmen des sogenannten „MUF 2.0“ Programms Unterkünfte für je 1000 Geflüchtete pro Bezirk zu bauen. Während zu Beginn des Jahres der Senat noch sehr auf große Unterbringungen gedrängt hat, ist er nun bereit, sofern dieses vom jeweiligen Bezirk gewünscht ist, auch kleinere Unterkünfte zu bauen. Diese kleineren Unterkünfte bieten die Möglichkeit einer sehr viel leichteren Integration und Inklusion. Neben der einfacheren Einbindung kleiner Gruppen neuer Nachbar*innen in die Kieze fällt auch die Inklusion in bestehende Infrastruktur leichter. Es ist auch leichter, für kleinere Unterkünfte geeignete Flächen im Bezirk zu finden.

Stand der Umsetzung: https://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=7817

Kreisverband Lichtenberg von Bündnis 90/Die Grünen

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