13.12.2012 Radspurführung Nordseite Frankfurter Allee/Rosenfelder Straße unfallsicher machen

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, die für alle Verkehrsteilnehmer_innen, dabei insbesondere Radfahrer_innen gefährliche Situation entlang der Fußgängerinsel an der Einmündung der Rosenfelder Straße auf die Nordseite der Frankfurter Allee so umzubauen, dass Radfahrer_innen dort nicht mehr durch zu geringen Abstand von der benachbarten Kraftfahrzeugspur gefährdet sind.

 

Begründung:

Beginnend an der Ecke Rhinstraße gibt es auf der nördlichen Fahrbahnführung der Frankfurter Allee einen Parkstreifen, links davon einen Radstreifen sowie drei Kraftfahrzeugspuren. Der Radstreifen endet ohne weitere Führungen am Beginn der Rechtsabbiegespur zur Rosenfelder Straße. Radfahrer_innen müssen von hier an auf dieser stark befahrenen Hauptverkehrsstraße zusehen, wie sie im Bestreben, stadteinwärts zu fahren, irgendwie klarkommen.

Haben sie es geschafft, dabei die Rechtsabbiegespur zur Rosenfelder Straße unfallfrei zu überqueren, erwartet sie eine weitere gefährliche Stelle, die weit in die Fahrbahn hinein gebaute Fußgängerinsel. Durch die Verkehrsinsel wird die verbleibende Fahrbahnspur, die von allen Verkehrsteilnehmer_innen aus der Situation heraus als Radspur angesehen wird, auf ca. 0,70 m reduziert, was viel zu schmal ist. Kraftfahrer_innen nehmen darauf keine Rücksicht, vermutlich überschauen sie diese Situation auch gar nicht.

Eigentlich müssten sich die Radfahrer_innen hier in Luft auflösen. Da das nicht geht, schlängeln sie sich ohne Berücksichtigung der Ampelschaltungen irgendwie an der Fußgängerinsel vorbei, um nicht von den Kraftfahrzeugen der daneben liegenden Spur zur rechten Seite gedrückt zu werden, was ihnen guten Gewissens dann auch niemand verübeln kann. Kommen sie während der für die Frankfurter Allee geltenden roten Ampelphase an dieser Querung an, fahren viele auf Grund dieser schmalen Spur schnell weiter und gefährden sich und die auf der Fußgängerspur befindlichen Personen und dann gleich darauf folgend sich und die aus der Rosenfelder Straße von rechts kommenden Fahrzeugfahrer_innen, die auf die für sie vorgesehenen rechten Fahrbahnspur fahren wollen.

Kommen sie während der für die Frankfurter Allee geltenden grünen Ampelphase dort an, dann kann das noch gefährlicher werden, da die Kraftfahrer_innen mitunter sehr zügig Richtung Lichtenberger Brücke fahren und die Radfahrer_innen nach rechts gegen die Bordsteinkante dieser Fußgängerinsel drücken.

Als Ausweichlösung auf die Rechtsabbiegespur und von dort auf die Fußgängerinsel zu fahren ist auf Grund der leichten Bordsteinkante und des ungünstigen Winkels dazu ebenfalls gefährlich. Das könnte auch nur jemand in Erwägung ziehen, der die Situation dort vor Ort kennt und kann deshalb keine  Lösung sein.

Stand der Umsetzung: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=5200

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

Verwandte Artikel