13.12.2012 Entwicklung des Baugebiets An der Mole zu einem Vorzeigeprojekt für die IBA 2020

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um das Baugebiet „An der Mole“ zu einem Vorzeigeprojekt für die IBA 2020 zu entwickeln. Dabei sind insbesondere nationale und internationale Tendenzen der Stadtgestaltung und Architektur aufzugreifen und konstruktiv zu verarbeiten, die eine Symbiose von den Anforderungen, die der Klimawandel, der sparsame Umgang Ressourcen, eine Durchmischung der Wohngebiete in Bezug auf soziale, demografische und integrative Aspekte ermöglicht und durch den Bezug zur Geschichte des Ortes sowie eine breite Bürger_innenbeteiligung eine hohe Identifikation der Bewohner_innen ermöglicht.

 

Begründung:

Dieser Antrag fußt auf den bereits beschlossenen DS mit den Nummern 0343/VII, 0344/VII sowie 0345/VII zum Baugebiet An der Mole.

Das Land Berlin wird im Jahr 2020 eine IBA ausrichten. Ausgehend von der Grundposition, dass Berlin wieder so etwas wie ein Qualitätssiegel braucht, wurden folgende Leitlinien und konzeptionelle Gedanken entwickelt:

  • Berlins Freiräume sind als großes Kapital für die Stadtentwicklung zu nutzen.
  • Die Stärken Berlins sollen im internationalen Vergleich unter dem Aspekt, Wege einer sozialen und nachhaltigen Stadtentwicklung aufzuzeigen, herausgearbeitet werden.
  • Es gilt, Stadtentwicklung als einen Prozess aufzuzeigen, der Partizipation beinhaltet.
  • Es soll eine Klammer zwischen hauptstadtrelevanten Orten mit den Quartieren und Kiezen, deren Atmosphäre und Ausstrahlung, hergestellt werden.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat das Ziel des Ganzen so formuliert:

Auch wenn sich eine Internationale Bauausstellung ausführlich mit Prozessen und mentalen Veränderungsprozessen auseinandersetzen muss, geht es vor allem darum, greifbare Resultate im gestalteten Raum zu produzieren. Alle Interessierten waren und sind aufgerufen, sich in die Diskussion einzubringen, zur Weiterentwicklung der Ideen beizutragen und gemeinsam mit uns attraktive Projekte zu finden und zu entwickeln.

Das am westlichen Ende der Rummelsburger Bucht gelegene Baugebiet ist von seiner Lage und Ausstrahlung geeignet, zu einem Vorzeigeprojekt im Sinne der genannten konzeptionellen Gedanken und Leitlinien der IBA entwickelt zu werden. Voraussetzung dafür wären Veränderungen in der städtebaulichen sowie in der architektonischen Gestaltung gegenüber den gegenwärtigen Planungen. Eine gute Grundlage für die Veränderungen bieten die im Rahmen der Initiativen rund ums Ostkreuz entwickelten Vorstellungen.

Stand der Umsetzung: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=5196

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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