11.12.2014 Inklusionsgerechte Anordnung von Fahrradständern bei Einzelhandelseinrichtungen

Drucksache DS/1407/VII

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht grundsätzlich im Vorfeld von Neu- oder Umbauten von Einzelhandel- und Fachmärkten sowie diesen ähnlichen Vorhaben Baugenehmigungen nur zu erteilen, wenn Folgendes berücksichtigt wird:

– Anordnung von mindestens zwei Fahrradständern in unmittelbarer Nähe der Einkaufswagen
– Ausführung der Fahrradständer als Kreuzberger Bügel mit Mittelsteg.

Begründung:
Um den Gedanken der Inklusion zu berücksichtigen, kommt es oftmals auf Details an. So hängt selbstbestimmte Mobilität für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen von kurzen Wegen ab, denn sie haben oftmals nicht die körperlichen Voraussetzungen, um das Einkaufsgut weiter als wenige Meter transportieren zu können.
Die Kreuzberger Bügel bieten die vergleichsweise beste Möglichkeit zum diebstahl- und standsicheren Befestigen von Fahrrädern, der Mittelsteg ist erforderlich für das Befestigen von Kinder-, Damen-, Unisex- und Liegerädern sowie Mountainbikes. Diese Faktoren wurden bislang in keiner gesetzlichen Vorschrift verankert, erleichtern jedoch dem betroffenen Personenkreis das selbstständige Einkaufen.
Ein Beispiel für eine günstige Anordnung von Fahrradständern findet man bei der in anderen Zusammenhängen oft diskutierten Penny-Filiale an der Weitlingstraße, wo der Aspekt der Befestigungsmöglichkeit verschiedener Arten von Fahrrädern durch Fehlen des Mittelstegs nicht berücksichtigt wurde – sh. Foto.

Stand der Umsetzung: http://www.berlin.de/ba-lichtenberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.asp?VOLFDNR=6068

Ein Beitrag der BVV-Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Berlin Lichtenberg

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